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Frühe street fashion

Street fashion (auch urban fashion oder Hip-Hop-Mode) ist der Oberbegriff für eine Reihe modischer Phänomene, die aus den Ghettos der amerikanischen Großstädte stammen und in Verbindung zur Rap-Musik stehen. Oft, beispielsweise durch KRS One, wird die Mode zu den Elementen der Hip-Hop-Kultur gezählt. In den letzten Jahren dürfte es sich bei der Mode noch vor der Musik um den kommerziell erfolgreichsten Teil des Hip-Hops handeln. Die Mode entwickelte sich zusammen mit dem gesamten Hip-Hop im New York City der 1970er und erfuhr sowohl durch den Gangsta Rap als auch durch die zunehmenden Erfolge im Mainstream entscheidende Änderungen.

Dazu gehören im starken Kontrast zu anderen Jugendkulturen:

  • Sehr weite, tiefhängende Hosen (Baggy Pants)
  • starkes Markenbewusstsein
  • Helle, farbenfrohe Kleidung
  • Weiße Turnschuhe, Sneakers
  • Übergrößen (T-Shirts bis zu 9XL)
  • Accessoires: Schlüsselband, außen getragene Ketten (zum Teil mit auffälligen Anhängern), auffällige funkelnde Ohrstecker, Kopftücher (auch Bandana genannt), Kopfstrümpfe (auch Durag genannt), Kappen (oft in Kombination mit Durag / Bandana)

In den 1980ern war die Mode eines der wichtigsten Elemente des Old School Hip-Hop und wird als solche noch oft in Reminiszenzen an die Zeit gefeiert. Beispiele sind Ahmads Single Back in the Day von 1994 oder Missy Elliotts gleichnamige Single von 2002.

Zusammen mit den restlichen Ursprüngen des Hip-Hops entwickelte sich die Mode in der South Bronx. Sie stellte einen Gegenpol zum damals vorherrschenden Disco-Trend dar, war eher verbunden mit dem täglichen Leben der Afroamerikanischen Gemeinschaft im Sozialen Brennpunkt, sollte stärkeres Gewicht auf individuelle Ausdrucksmöglichkeiten legen, und war wie die gesamte Entwicklung des Hip-Hops in der Zeit stark von den materiellen Einschränkungen geprägt, denen die damaligen Protagonisten unterlagen.

Die Mode der damaligen Zeit sollte zum einen die Persönlichkeit demonstrieren, und sie war damit wesentlich vielfältiger als in späterer Zeit. Kurtis Blow stellt in seinen Erinnerungen fest, dass es - auch im Gegensatz zu späterer Zeit - noch keinen Dress Code auf den Block Partys gab. Zum anderen gehorchte sie auch den praktischen Erfordernissen des Tanzens und insbesondere des Breakdance, und sie war sehr sportlich geprägt.

Zur typischen Mode der damaligen Zeit gehörten überdimensionale Brillen, Kangol-Hüte, Ringe über mehrere Finger hinweg und Turnschuhe, erst vor allem von Puma, später von Adidas mit überdimensionalen Schnürsenkeln. In der Öffentlichkeit bekannt wurden sie durch Interpreten wie Run DMC oder LL Cool J. Run DMC waren dabei 1987 die ersten, die einen hochdotierten Sponsor-Vertrag mit einer Firma abschlossen, in diesem Fall Adidas, um deren Bekleidung öffentlich zu tragen.

Durch Künstler wie Kurtis Blow oder Big Daddy Kane wurde es populär, Goldschmuck, insbesondere in der Form von Halsketten, zu tragen. Die große farbige Bandbreite der damaligen Kleidung orientierte sich wahrscheinlich auch an einer durch Graffiti geprägten Ästhetik.

Frisuren reichten vom Jheri Curl der frühen und mittleren 1980er zum Hi-top fade der späten 1980er. Die Black Pride-Bewegung hatte damals auch noch großen Einfluss auf die Hip-Hop-Bewegung und damit auch auf die Mode. Zum Stil, der auf sie zurückgeht, gehörten Afrika-Ketten, Dreadlocks sowie Rot-schwarz-grüne (die Panafrikanischen Farben) Kleidung, die von Queen Latifah, KRS One und Public Enemy getragen wurde.

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