Der Mantel ist ein der Jacke ähnliches Kleidungsstück, das den ganzen Oberkörper bedeckt und bis über das Knie reicht. Meist dient er als wetterfeste Bekleidung und soll den Träger vor Wind und Regen schützen. Die Bezeichnung stammt von ahd. mantal, welches wiederum von lat. mantulum abgeleitet ist, was so viel wie Hülle, Decke bedeutet.
Einer der ältesten archäologisch belegten Mäntel ist der fünftausend Jahre alte Grasmantel der Gletscherleiche Ötzi. Die feine und kunstfertige handwerkliche Ausführung dieses und anderer seiner Kleidungsstücke führten zu einer umfassenden Neubewertung der mitteleuropäischen Kultur des Neolithikums und ließen auch Rückschlüsse auf anderen Kulturen gleicher Entwicklungsstufe zu.
Die Römer nannten ihre frühen Mantelformen Sagum und Trabea und unterschieden damit zwischen kurzen und längeren, halbkreisförmig geschnittenen Mänteln. Die Griechen trugen Chlamys und Himation.